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Razzia bei KaZaA-Nutzern |
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Erstellt von Kugelschreiber am 27.03.2004 16:29
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Die Polizei hat 342 Ermittlungsverfahren gegen KaZaA-Nutzer eingeleitet, die die P2P-Börse nutzten, um rechtsextreme Musik über das Internet zu vertreiben. Am Mittwochmorgen ging sie mit einer bundesweiten Razzia gegen die Verdächtigen vor.
Wie die Behörden mitteilten, richten sich die Ermittlungen der Kriminalämter von Bund und Ländern gegen insgesamt 342 Personen in 15 Bundesländern, die den Zugriff auf Musiktitel von deutschen Bands mit menschenverachtenden, rassistischen und zum Teil nationalsozialistischen Inhalten ermöglichten.
Nach den Angaben hat die Staatsanwaltschaft Bonn gegen diese Anbieter bereits vor geraumer Zeit Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. Daraus entstanden 342 einzelne Ermittlungsverfahren, die jetzt von den örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften in allen Bundesländer außer Bremen geführt werden. Diese Anlagebehörden veranlassten auch die Durchsuchungen, die am Mittwoch mit Hilfe der örtlichen Polizeien vollstreckt wurden.
Bei der Verbreitung rechtsextremistischen Gedankengutes kommt laut Polizei der Musik einschlägiger Interpreten, insbesondere den Skinhead-Bands, besondere Bedeutung zu. Neben Konzerten ist das Internet ein wichtiges Medium zur Verbreitung der Musik.
Die Razzia bei P2P-Nutzern ist nicht die erste ihrer Art in Deutschland. Bereits vor rund drei Jahren ermittelten die Behörden gegen rechtsextreme Nutzer der damals führenden Tauschbörse Napster.
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