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Wunder-Glas entwickelt |
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Erstellt von Zentinel am 15.03.2004 11:09
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Den Forschern Stefan Schelm und Geoff Smith von der University of Technology in Sydney ist es nun gelungen, ein Glas zu entwickeln, welches undurchlässig für Wärmestrahlung ist, und das äußerst kostengünstig hergestellt werden kann. Das neue Glas besteht aus drei Schichten. Innen und außen befinden sich herkömmliche Glasscheiben, während in der Mitte eine dünne Folie aus Polymeren angebracht ist. Wird es unter einem Winkel von der Seite betrachtet, so erscheint das Glas leicht bläulich getrübt, ansonsten ist es transparent mit einem leichten Grünstich.
Die Strahlung, die uns von der Sonne erreicht, setzt sich aus vielen verschiedenen Wellenlängen zusammen. Das sichtbare Licht liegt dabei allerdings in einem nur recht schmalen Bereich des Spektrums. Ungefähr 50 Prozent der Sonnenstrahlung fallen in den für das menschliche Auge unsichtbaren Infrarot-Bereich. Strahlung im Infraroten bezeichnet man oft auch als Wärmestrahlung. Diese Wärmestrahlung kann nun durchaus unerwünscht sein, führt sie doch im Sommer zu einem übermäßigen Aufheizen von Kraftfahrzeugen oder Bürogebäuden. Zwar gibt es bereits seit längerem Glas, das Licht im Infrarotbereich absorbiert, während es für sichtbares Licht durchlässig ist, jedoch waren solche Gläser bislang entweder recht teuer, oder ihre optischen Eigenschaften waren nicht zufrieden stellend – es traten Probleme wie etwa eine milchige Trübung oder Ähnliches auf.

Den Forschern Stefan Schelm und Geoff Smith von der University of Technology in Sydney ist es nun gelungen, ein Glas zu entwickeln, welches undurchlässig für Wärmestrahlung ist, und das äußerst kostengünstig hergestellt werden kann. Das neue Glas besteht aus drei Schichten. Innen und außen befinden sich herkömmliche Glasscheiben, während in der Mitte eine dünne Folie aus Polymeren angebracht ist. Wird es unter einem Winkel von der Seite betrachtet, so erscheint das Glas leicht bläulich getrübt, ansonsten ist es transparent mit einem leichten Grünstich. Die Eigenschaft des neuartigen Glases werden im Wesentlichen durch die Verbindung Lanthanhexaborid (LaB6) bestimmt. LaB6 absorbiert im nahen (also kürzerwelligen) Infrarotbereich. Winzig kleine Partikel von LaB6, nur 20 – 200 Millionstel Millimeter groß, befinden sich in der mittleren Polymerschicht. Da sie kleiner sind als die Wellenlänge des sichtbaren Lichts, streuen sie dieses nicht sehr stark. Zudem sind sie in der Plastikschicht nur sehr spärlich verteilt, wodurch die Transparenz des Glases erhalten bleibt.
Die Wirkung der LaB6-Partikel ist dennoch beträchtlich: Auch wenn der Polymerfolie nur 0,02 Prozent Gewichtsanteile von den Nanopartikeln beigefügt werden, fällt ihre Transparenz im Infrarotbereich bereits von 70 auf 5 Prozent. Die Forscher hoffen nun, dass durch den Einsatz ihres Glases in Zukunft weniger Energie für die Kühlung von Gebäuden aufgewendet werden muss.
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