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Esslust im Gehirn fest programmiert
Erstellt von Kugelschreiber am 03.04.2004 10:27  
Die Ursache für zügellosen Appetit liegt im Gehirn, glauben amerikanische Forscher. Bereits in der frühen Kindheit entscheidet ein Hormon darüber, wie viel ein Mensch als Erwachsener isst, um sich satt zu fühlen.


Wer mit überflüssigen Pfunden kämpft, dem fehlen möglicherweise einfach nur ein paar Neuronen im Gehirn. Wissenschaftler von der Oregon Health and Science University entdeckten, dass ein bestimmtes Hormon schon in der frühen Kindheit darüber entscheidet, welchen Appetit ein erwachsener Mensch entwickelt.

Richard Simerly und seine Kollegen untersuchten den Einfluss des Hormons Leptin auf die Hirnentwicklung und auf das Körpergewicht. Dabei arbeiteten sie mit Mäusen, die genetisch so verändert waren, dass sie kein Leptin produzieren.

Leptin wird im Fettgewebe gebildet und reguliert den Appetit. Je mehr des Hormons da ist, umso geringer ist die Esslust. Die genetisch veränderten Mäuse nahmen dementsprechend schnell zu.

Verabreichte man ihnen jedoch in den ersten Lebenswochen Leptin, dann aßen sie deutlich weniger. Im Hirn dieser Mäusen fanden die Forscher mehr Neuronen in dem Bereich, der für das Hungergefühl zuständig ist, als bei den Mäusen, die kein Leptin bekamen. "Diese Veränderungen waren dauerhaft", sagte Simerly.

Die Forscher vermuten, dass die zusätzlichen Neuronen eine höhere Gehirnaktivität zur Folge haben, so dass eher ein Gefühl von Sättigung entsteht. Die kurz nach der Geburt erfolgten Veränderungen im Hirn steuern wahrscheinlich das ganze Leben lang die Nahrungsaufnahme, schreibt der Mediziner im Wissenschaftsmagazin "Sciene" (Bd.304, S.108).

"Dies bedeutet, dass unser natürliches Gewichtsniveau mit der Gehirnstruktur in der frühen Kindheit zusammenhängt." Die Leptin-Menge in den ersten Lebenswochen sei allein enetisch bestimmt, betonte Simerly, und nicht von der Art und Weise, wie man gefüttert werde.

"Das ist eine fundamentale Entdeckung", sagte der Cambridge-Forscher Sadaf Farooqi gegenüber dem Newsdienst "Natur Science Update". Je besser man den Wirkungsmechanismus von Leptin kenne, umso eher könne er genutzt werden, um Medikamente gegen Fettsucht zu entwickeln. Bereits heute gebe es erste Wirkstoffe, die das appetitzügelnde Hormon imitieren.

Übergewicht entwickelt sich in den Industriestaaten zu einem immer größeren Gesundheitsproblem. Folgen sind unter anderem Herz-/Kreislauferkrankungen und Diabetes. In den USA könnte Fettsucht schon bald das Rauchen als häufigste, vermeidbare Todesursache ablösen.
www.spiegel.de
 

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Anzahl Kommentare: 2
Erstellt von jucker am 04.04.2004 11:31 Abgegebene Bewertung:
wow super... ich glaube das ganze irgendwie nicht... aber egal

jetzt wird jedem amerikanischen kind so zeugs gespritzt damit es ja nicht fett wird.
Erstellt von seitla am 21.04.2004 10:27 Abgegebene Bewertung:
Die amies sind nicht fett, weil sie zu viel essen, sondern weil sie oftmals nur FastFood essen!

also nützt das ganze dings doch nichts!

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