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Open Source in der Schweiz auf dem Vormarsch
Erstellt von mix am 11.05.2006 15:22  
Eine Studie zeigt: Die Wichtigkeit von Open-Source-Software in Schweizer Grossunternehmen hat zugenommen.

Eine Studie zeigt: Die Wichtigkeit von Open-Source-Software in Schweizer Grossunternehmen hat zugenommen. (Bild: www.inside-it.ch)



Das Consulting-Unternehmen Cambridge Technology Partners (CTP) stellte heute in Zürich seine neueste Open-Source-Studie vor. CTP ist ein Tochterunternehmen von Novell und hat seinen Schweizer Hauptsitz in Genf. Die exklusiv für den Schweizer Markt durchgeführte Studie befasste sich mit Fragen der Sicherheit, Kosten, oder auch Wartung von quelloffener Software.

48 IT-Entscheider, vorwiegend CIOs, wurden befragt. Die Unternehmen, die an der Studie teilnahmen, gehören zu den Schweizer Top-100, beschäftigen mindestens 1000 Mitarbeitende und sind Key Accounts von CTP. Das sind klingende Namen wie Nestlé, Sunrise, Swisscom Mobile und Fixnet, Orange, Sunrise, UBS, Credit Suisse oder die UNO.

Von diesen Unternehmen setzen 76 Prozent bereits Open-Source-Software strategisch ein. Verglichen mit der ersten Studie, die CTP im November 2003 durchführte, sind das 6 Prozent mehr (Grafik). Zusätzliche 8 Prozent planen, OS-Software in 12 bis 24 Monaten einzusetzen. Ein Zehntel der Befragten
kann sich langfristig einen Einsatz von OS-Software vorstellen. Immerhin noch 6 Prozent wollen dies "nie".

Keine Kostenersparnis bei Wartung

Wenn Unternehmen an Open Source denken, dann in erster Linie, um Kosten zu sparen. Der Punkt, wo am meisten Kosten gespart werden können - glauben die meisten - liegt bei den Softwarelizenzen; 52 Prozent der Befragten waren dieser Meinung. 2003 waren es 50 Prozent. Damals glaubten noch 58 Prozent, dass bei der Wartung und Weiterentwicklung erheblich Kosten gespart werden können. Hier ist ganz deutlich Ernüchterung eingekehrt. Nur noch 6 Prozent sind dieser Meinung. Unternehmen haben gemerkt, dass Wartung, Support, Upgrades und Technologiemigrationen für Open-Source-Software mindestens ebenso aufwändig wie für kommerzielle Software sind.

Mehr Vorteile als Nachteile

Vor drei Jahren beklagten sich noch 59 Prozent, dass bei OS-Software kein Support vorhanden sei. Heute erachten nur noch 14 Prozent diesen Punkt als Hindernis. Stattdessen wird bemängelt, dass nicht genügend Know-how vorhanden sei. Immerhin sank diese Zahl in knapp drei Jahren von 43 auf 26 Prozent. Allgemein ist ersichtlich, dass die Anzahl derer, die im Einsatz von quelloffener Software mehr Vorteile als Nachteile sehen, zugenommen hat. OS-Software ist sicher genug, stabil genug.

Wenig Zusammenarbeit mit Community

Weniger rosig sieht es aber für die Open-Source-Community selber aus. Denn Unternehmen sind immer noch nicht wirklich bereit, etwas an die Community zurückzugeben. Nur 21 Prozent der Befragten (2003: 18 Prozent) gaben an, etwas beizutragen. Bei denen, die etwas beitragen, hat aber die Community an Relevanz gewonnen. Vor drei Jahren betrafen 100 Prozent der Feedbacks Bugs. Heute sind es nur noch 70 Prozent. Wichtiger geworden sind Kollaborationen im Bereich Design und Dokumentationen von Codes. Zudem werden mehr Kapazitäten bei der Entwicklung selber zur Verfügung gestellt.

OS-Software auch bei Datenbanken

Die Studie befasste sich intensiv mit denjenigen 6 Prozent, die angaben, nie OS-Software einsetzen zu wollen. Vor drei Jahren sagten 83 Prozent, dass bei CRM- und ERP-Lösungen OS-Software nie zum Einsatz kommen dürfte. Heute sind zwar nur noch 64 Prozent dieser Meinung, eine grosse Skepsis ist aber in diesem Bereich immer noch ersichtlich. Denn ebenfalls 64 Prozent wollen heute Open-Source-Software nie bei Collaboration-Tools sehen und 67 Prozent vertrauen bei ihrem CMS/DMS auf kommerzieller Software. Erstaunlich hoch ist mit 49 Prozent der Anteil jener, die OS-Software nie bei Office-Applikationen einsetzen wollen. Nur noch 28 Prozent, verglichen mit 44 Prozent, wehren sich gegen Open-Source bei Datenbanklösungen. Wenn man bedenkt, wie wichtig Datenbanken gerade für Grossunternehmen sind, ist dieser Punkt nicht unerheblich.

Open-Source-Software ist in der Schweiz in den letzten drei Jahren also wichtiger geworden und wird selbst von Grossunternehmen als ernsthafte Konkurrenz zu kommerzieller Software betrachtet. Drei Viertel der Befragten gab vor drei Jahren an, der Marktanteil von OS-Software werde nie mit demjenigen von kommerzieller Software vergleichbar sein. Das wird auch eine Weile so bleiben. Dass dieses Jahr aber immerhin nur noch 71 Prozent dieser Meinung waren, zeigt doch, dass eine Entwicklung im Gang ist.
www.inside-it.ch
 

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Erstellt von Lord Ghost am 21.06.2006 16:09 Abgegebene Bewertung:
na super... wir verkaufen MS produkte
aber ich hab zuhause auch nichts gekauftes

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