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Gratis-Hit: Cablecom attackiert Swisscom |
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Erstellt von Zentinel am 14.06.2004 22:46
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Nach 15 Monaten Testbetrieb mit einigen tausend Kunden wagt Cablecom den grossen Schritt: Ab dem 1. Juli steht das Angebot Digital Phone 1,4 Millionen Schweizer Haushalten offen. Um die Swisscom-Bastion im Festnetzgeschäft zu knacken, setzt der TV-Kabelnetzbetreiber auf Tiefstpreise: Tagsüber telefoniert ein Cablecom-Kunde werktags für drei Rappen pro Minute. In der Nacht – von 19 Uhr bis 7 Uhr morgens – und am Wochenende gilt der Nulltarif. Die Anschlussgebühr beträgt 20 Franken monatlich. Die Swisscom verlangt für einen Anschluss 25.25 Franken.
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Damit wird Cablecom zum billigsten Festnetzanbieter der Schweiz, wie der Vergleichsdienst Comparis ermittelt hat: Ein durchschnittlicher Schweizer Konsument bezahle bei Cablecom rund 29 Prozent weniger als bei Swisscom.
In der Swisscom-Zentrale und bei den anderen Konkurrenten wie Sunrise und Tele 2 herrscht jetzt Nervosität: «Die Preise von Cablecom sind sehr aggressiv», sagt Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus, der noch keine Preissenkungen in Aussicht stellen will. Tele-2-Chef Roman Schwarz weist auf den oft kritisierten Kundendienst von Cablecom hin. Der Kabelnetzbetreiber verspricht aber Besserung: Im Callcenter wurden 40 neue Stellen geschaffen.
14.06.2004
Swisscom prüft "flat rate" - Tele2 geht wegen Cablecom zur Weko
Der Preiskampf im Schweizer Telefonmarkt läuft Schlag auf Schlag. Die Swisscom prüft im Festnetz die Einführung einer so genannten "flat rate", also die Abschaffung der Minutentarife bei gleichzeitiger Anhebung der Grundgebühr.
"Schreibt uns der Bund nicht mehr vor, wie hoch die Anschlussgebühr ist, so erhöhen wir sie vielleicht auf 50 Fr. pro Monat. Dann kann man so viel telefonieren, wie man will", zitiert die "SonntagsZeitung" Swisscom-Chef Jens Alder. Wenn die Regulierung verschwinde, wechsle die Swisscom sofort zu einem Modell ohne Minutenpreise.
Konzernsprecher Sepp Huber bestätigte auf Anfrage, die heutige Preisregulierung mit einer monatlichen Grundgebühr von 25,25 Fr. könne dazu führen, dass eigentlich falsche Preisstrukturen zementiert würden.
Würden die Preise anhand der Kostenwahrheit festgelegt, so wären die Anschlusskosten höher, dafür die Minutenkosten tiefer, sagte Huber. Im Festnetz bestünden fast nur Fixkosten. Er betonte, Entscheide seien noch keine gefallen.
Die Swisscom hatte vergangene Woche eine Überprüfung ihrer Preise angekündigt. Sie reagierte damit auf TV-Kabelnetzbetreiberin Cablecom, die sich mit ihrem neuen Telefonangebot als erste richtigte Alternative zum ehemaligen Monopolbetrieb sieht. So können Cablecom-Kunden künftig ab 19.00 Uhr während 12 Stunden und während des ganzen Wochenendes gratis telefonieren.
Als Anschlussgebühr verlangt die Kabelnetzbetreiberin monatlich 20 Franken. Politiker fordern, dass auch die Swisscom ihre Anschlussgebühren senkt. Für die Swisscom sei aber klar, dass der Wettbewerb spiele und es keine zusätzlichen Eingriffe wie etwa die Entbündelung der "letzten Meile" brauche, sagte Huber.
Benachteiligt sieht sich aber etwa Tele2, die über das herkömmliche Telefonnetz Verbindungen anbietet und deshalb der Swisscom so genannte Interkonnektionsgebühren zahlen muss.
Cablecom offeriere mit dem Gratistelefonangebot zu gewissen Zeiten Leistungen, welcher ihrer Konkurrenz nicht möglich seien. Dabei handle es sich um die Verbindung von Fernmeldediensten mit einem TV-Anschluss.
Dieses Angebot sei nur aufgrund der in grossen Teilen der Schweiz bestehenden Monopolstellung der Cablecom möglich. Tele2 fordert deshalb die Wettbewerbskommission (Weko) auf, gegen Cablecom eine Untersuchung wegen unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung zu eröffnen, wie Geschäftsführer Roman Schwarz bestätigte.
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